So lief die KSC-Mitgliederversammlung 2023

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Am Montag, dem 04. Dezember, war es wieder so weit. Die Mitgliederversammlung des KSC e.V. stand an. Über 1.200 Mitglieder fanden den Weg in die Karlsruher Schwarzwaldhalle. Hier bekommt ihr eine ausführliche Zusammenfassung.

1.243 Mitglieder des KSC e.V. haben sich am Montagabend in der Schwarzwaldhalle eingefunden. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten Holger Siegmund-Schultze und der Gedenkminute an die verstorbenen KSC-Mitglieder wurde satzungsgetreu über die Zulassung der Presse abgestimmt. Nachdem die Mehrheit der Anwesenden mit dem blauen „Ja“-Zettel abgestimmt hatte, ging die Mitgliederversammlung 2023 um ca. 18:45 Uhr mit Verzögerung final los.

Zunächst wurde über zwei zurückgewiesene Anträge informiert, für die die Mitgliederversammlung nicht zuständig ist: Antrag auf Umbenennung der Nordtribüne und Antrag auf Verschieben der MGV auf einen Vormittag/Nachmittag.

Hammelsprung zur Entscheidungsfindung

Bevor die Tagesordnung genehmigt wurde, gab es eine Wortmeldung von Dieter Gläser, dem Vorsitzenden des Mitgliederrats. Er stellte den Antrag, die Tagesordnungspunkte 15 und 16, also die Abwahlanträge gegen Martin Müller, Holger Siegmund-Schultze, Thomas H. Hock sowie Christian Fischer ersatzlos zu streichen.

Nach einer unklaren Mehrheit wurden die Mitglieder aufgefordert, den Saal zu verlassen und es folgte die Abstimmung durch den sogenannten “Hammelsprung”, den wir aus dem Bundestag kennen. Durch dieses Verfahren wurde offiziell nachgezählt, ob dem Antrag von Herrn Gläser zugestimmt, oder widersprochen wurde. Am Ende war klar, dass mit 833 von 1.117 Stimmen für „Ja“ gestimmt wurde. Die Tagesordnung war in Folge ohne die Tagesordnungspunkte 15 und 16 genehmigt.

Talkrunde zwischen Freis, Bischof und Wacker

Nach der Genehmigung der Geschäftsordnung und der Bekanntgabe der Niederschrift der letzten Mitgliederversammlung trat erneut Holger Siegmund-Schultze an das Mikrofon, um in seinem allgemeinen Jahresbericht das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Danach übernahm Geschäftsführer Michael Becker, um die Jahresberichte des KSC e.V. und der Profi-Fußballtochtergesellschaft, der KSC GmbH & Co. KGaA vorzustellen. Bei der KGaA konnte dabei die positive Entwicklung in den vergangenen Jahren mit beeindruckenden Zahlen belegt werden. Als Beispiele wurden der Mitgliederzuwachs von 8.350 auf 14.500 oder ein Zuwachs der Dauerkartenverkäufe von 6.000 auf 14.000 genannt. Darüber hinaus wird nach aktuellen Planungen in der laufenden der Saison ein Rekordumsatz von rund 43. Mio. EUR erwartet, was nahezu einer Verdoppelung in den letzten 4 Jahren darstellt.. Im Anschluss präsentierte Michael Becker zudem die Neuentwicklung des Gesamtbereichs Sport, die durch eine Talkrunde zwischen Sebastian Freis (Bereichsleiter Sport), Michael Bischof (Bereichsleiter Entwicklung, Scouting, Analyse) und Moderator Martin Wacker detailliert dargestellt wurde. Zum Abschluss des Tagesordnungspunktes 8 blickte Geschäftsführer Becker auf die Finanzen der abgelaufenen Spielzeit und wagte einen Ausblick auf die zukünftigen wirtschaftlichen Fortschritte.

In TOP 9 übernahm erneut Dieter Gläser das Mikrofon, blickte auf das vergangene Jahr aus Sicht des Mitgliederrats zurück und lobte die enge Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung, dem Beirat und den anderen Gremien des KSC. Doch auch weniger schöne Worte gingen über Gläsers Lippen, der bezüglich der Zeit seit der Freistellung von Oliver Kreuzer das Verhalten des Vize-Präsidenten Martin Müller sehr deutlich kritisierte. In diesem Zusammenhang sprach der Vorsitzende des Mitgliederrates aufgrund von diversen Satzungsverstößen eine Rüge gegen den Vize-Präsidenten aus und empfahl, diesen im Gegensatz zu Holger Siegmund-Schultze und Günter Pilarsky nicht zu entlasten.

Nach einem kurzen Bericht der Revisoren gab es in TOP 11 die Möglichkeit für die anwesenden Mitglieder Fragen zu den bisherigen Tagesordnungspunkten zu stellen. Diese Gelegenheit wurde von sieben Mitgliedern mit insgesamt elf Fragen genutzt, die jeweils ausführliche Antworten der Befragten erhalten haben.

Im Anschluss ging es um die finale Entlastung des Präsidiums. Holger Siegmund-Schultze und Günter Pilarsky wurden mit einer überdeutlichen Mehrheit der Mitglieder entlastet. Da bei der Abstimmung über die Entlastung von Martin Müller keine eindeutige Mehrheit erkennbar war, wurde erneut der “Hammelsprung” durchgeführt. Mit 435 „Nein“-Stimmen wurde Vize-Präsident Martin Müller nicht entlastet.

Im folgenden Tagesordnungspunkt wurde der Mitgliederrat nahezu einstimmig entlastet, zudem wurde der Hinweis auf die Jahresberichte der verschiedenen Abteilungen auf der Homepage des KSC e.V. gegeben.

Alexander Lücke neu im Aufsichtsrat

Im Anschluss wurde Alexander Lücke mit 259 Stimmen nach dem zweiten Wahlgang als Kandidat für den Aufsichtsrat der KSC KGaA gewählt. Die letztendliche Bestätigung hat in der heutigen Hauptversammlung der Kapitalgesellschaft zu erfolgen. Während der Auszählung der Stimmzettel wurde die Versammlung mit dem 18. Punkt auf Tagesordnung, Anträge, fortgesetzt. Den ersten beiden Änderungsanträgen wurde per Zwei-Drittel-Mehrheit stattgegeben. Antrag Nummer drei wurde jedoch abgelehnt, der vierte und letzte Antrag erhielt dann wieder eine Zustimmung mit einfacher Mehrheit.

Im letzten Tagesordnungspunkt gab es nochmals die Möglichkeit in Form von Wortmeldungen, die in Form von einem Statement eines Mitglieds genutzt wurde.

Nach der Bekanntgabe des neuen Mitglieds des KSC-Aufsichtsrats bedankte sich Präsident Holger Siegmund-Schultze im Namen des Präsidiums bei allen Beteiligten und beendete anschließend die Mitgliederversammlung des KSC e.V. um 23.40 Uhr

 


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